Am Donnerstag, um 21:36 Uhr war es fix: Die Amateure des TSV Sparkasse Hartberg sind Meister in der 2. Österreichischen Bundesliga 2009/2010. Am 12. letzten Spieltag holten Thaller & Co. mit einem 3:1 (-21, 30, 15, 12) Auswärtssieg im Derby gegen VC Gleisdorf die Schale zum ersten Mal nach Hartberg. Die Ausgangslage war aber alles andere als leicht, fehlten doch mit Postl, Schweighofer, Kohlhauser und Spörk insgesamt 4 Spieler die noch am letzten Sonntag den Steirischen Cup für die Hartberger gewinnen konnten. Lediglich ein Punkt fehlte den Amateuren vor dem letzten Spieltag noch, um sich uneinholbar vor dem VC Wr. Neustadt an die Spitze der Tabelle setzen zu können. Dementsprechend nervös startete die junge Hollerit Truppe (Altersschnitt: 17,4 Jahre) in den 1. Durchgang. Schnell war man mit 4 Punkten im Hintertreffen gegen ein hochmotiviertes Gleisdorfer Team, ein Rückstand den man bis zum Ende nicht mehr wettmachen konnte. Im 2. Abschnitt sahen die rund 100 Fans lange Zeit einen offenen Schlagabtausch, wobei sich die Gastgeber wieder mit 23:19 und 24:21 absetzen konnten. Doch die Hartberger rund um Topscorer Jörg Wutzl zeigten Moral und Kampfgeist, wehrten nicht weniger als 9 Satzbälle ab und sicherten sich mit 32:30 Durchgang 2. „Das war unglaublich wie wir uns in dieser Phase zurück gekämpft haben, wir waren schon so gut wie geschlagen. Ich weiß nicht, ob wir dann noch mal zurückgekommen wären“, beschreibt U19 Nationalteamspieler Florian Maxl den Umschwung im Spiel. Entscheidend zeigten sich auch die Umstellungen in der Annahme. Mit der Hereinnahme von Gerald Postl, der Stabilität und Sicherheit ausstrahlte und Florian Schöller, der als Mittelblocker das starke Service der Solarstädter entschärfte. Fortan spielten die Hartberger wie aus dem Bilderbuch und konnten nicht nur den nötigen 3. Satz mit 25:15 gewinnen, sondern holten sich dann auch den Sieg mit einem 25:12 im darauffolgendem Satz 4. „Kompliment an die Mannschaft, wie sie zusammengestanden und in jeder Sekunde an den Erfolg geglaubt hat. Sensationell, dieser Kampfgeist, diese Moral dieser jungen Truppe. Heuer haben wir – das gesamte Trainerteam - anscheinend viel richtig gemacht“, meint Trainer Markus Hollerit in einer ersten Stellungnahme. Damit verzeichnet die männliche Nachwuchsabteilung nach dem Steirischen U19 Titel, dem Steirischen Cup Sieg und dem Meistertitel in der 2. Liga bereits den 3. Titel. „Unsere Kampfmannschaften sind so erfolgreich wie noch nie und jetzt holen die jungen Burschen auch noch das Double, was für ein Jahr für den TSV in seinem 25 jährigen Bestehen“, freut sich Obmann Joe Haring. Manager Markus Gaugl fügt hinzu: „Wer 10 von 12 spielen gewinnt, ist verdient Meister. Diese Erfolge zeigen, dass die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Hartberger Volleyballs bereits gestellt sind!“ Die offizielle Übergabe des Meistertellers und der Medaillen durch den ÖVV findet am Samstag im Rahmen der letzten Heimspiele der beiden Kampfmannschaften statt. 2. Bundesliga, 12. Spieltag: VC Jerich Gleisdorf – TSV Sparkasse Hartberg Amat. 1:3 (-21, 30, 15, 12) Scorer für Hartberg: Wutzl 23, Maxl, Berghofer je 9, Postl G. 8, Schloffer, Schöller je 7, Thaller 4, Neubauer 2, Schlögl, Hagen je 1, Libero: Grainer
Am Samstag ist es endlich wieder so weit - und das zugleich auch das letzte Mal für eine lange Zeit... Um 18.00 Uhr treffen die TSV-Damen auf Klagenfurt und im Anschluß ab 20.00 Uhr empfangen Haring und Co das starke Team aus Aich/Dob. Egal wie die Matches ausgehen werden, es sind die letzten Spiele im BSZ Hartberg für diese Saison. "Klar ist das sich die Teams nichts schenken werden. Beide Kärntner Klubs haben heuer an der Mitteleuropaliga teilgenommen und sind auch nach den Hinspielsiegen Favorit. Wer aber unsere Spieler kennt, weiß genau dass sie alles versuchen werden um bei den letzten Heimspielen als Sieger vom Platz zu gehen," so Obmann Joe Haring. Bei den Damen sind alle Spielerinnen fit, im Herrenteam hingegen weiß man noch nicht so recht ob am Wochenende alle einsatzbereit sein werden. Die Haring-Brüder sowie Philipp Mörth sind nach wie vor angeschlagen. Speziell TSV-Kapitän Philipp Haring möchte auf alle Fälle spielen können, denn so wie es aussieht werden ihn die Fans wahrscheinlich das letzte Mal überhaupt im TSV-Trikot auflaufen sehen. Nach mehr als 12 Jahren will er die Kapitänsschleife weitergeben und seine Schuhe an den Nagel hängen. Nach gut 500 Bewerbsspielen und Erfolgen am laufenden Band will "der Kapitän" leiser treten:" Natürlich kann man im Sport niemals nie sagen, aber ich gehe davon aus dass für mich nun Schluß ist. Das habe ich den Verantwortlichen schon signalisiert. Die Abschlußrunde in Form der heurigen Saison war das beste was mir noch passieren konnte und am Höhepunkt abzudanken ist für einen Sportler wohl das Schönste!"
Die Brandstetter-Truppe mußte sich am Mittwoch in Klagenfurt gegen die Wildcats nach gewonnenem ersten Satz dennoch geschlagen geben. "Der erste Durchgang war okay, danach haben die Kärntnerinnen zugelegt. Alles in allem sind wir sehr positiv gestimmt fürs Retourmatsch am Samstag in Hartberg. Ich gehe davon aus, dass die Serie über die volle Distanz gehen wird, denn zuhause können wir sie sicherlich mit viel Kampf und Leidenschaft packen," so Libera Kölbl in einer ersten Stellungnahme.
Nach längerer Matchpause startet für die TSV-Damen am Mittwoch das Unternehmen Bronze. "Es ist schwer aber sicherlich keine ´Mission Impossible´! Klagenfurt hat als Teilnehmer an der MEVZA natürlich enorme Erfahrung und etliche Spiele gegen starke Gegner heuer schon bestreiten dürfen aber das kümmert uns nicht. Wir können sie in zwei Spielen schlagen wenn alles paßt und ich denke es wird passen," so TSV-Spielerin Julia Hödl. Die Brandstetter-Truppe wird den Kampf um Platz 3 vom ersten Ballwechsel an aufnehmen und kämpfen wie man es von der Hartbergerinnen bereits gwohnt ist. Enormes Spannungspotenzial hat die Serie natürlich auch durch die TSV-Kärntnerinnen Sagernik, Fankhauser und Pichler. "Ich kann mir schon gut vorstellen, dass die drei besonders motiviert sind. Vielleicht sind diese Spiele die wichtigsten der Saison. Am Mittwoch ist eine Überraschung durchaus möglich," weiß Manager Markus Gaugl. Mit vor Ort wird auch diesmal Obmann Joe Haring sein, der es sich freilich nicht nehmen ließ in Klagenfurt dabei zu sei:" Ich wünsche den Damen viel Glück und eine spannende Serie. Ich bin sehr positiv gestimmt!"

